Friedenslilie
Spathiphyllum wallisii
Giftig für Haustiere
Goeppertia zebrina · Marantaceae
Goeppertia zebrina, ehemals als Calathea zebrina klassifiziert und immer noch unter diesem Namen weit verbreitet, ist eine beeindruckende tropische Laubpflanze aus Sudostbrasilien. Ihre grossen, samtigen Blatter zeigen kuhne, abwechselnde dunkel- und hellgrune Streifen, die an Zebramuster erinnern, was sie zu einem der visuell markantesten Mitglieder der Beterfamilie macht. Wie ihre Verwandten ist sie nyktinatisch und faltet ihre Blatter nachts nach oben und senkt sie tagsaber wieder ab.
Foto: Chhe (talk) / Public domain via Wikimedia Commons
Goeppertia zebrina gedeiht bei hellem, indirektem Licht. Ein Standort ein bis zwei Meter vor einem Ost- oder Nordfenster funktioniert in den meisten britischen Haushalten gut. Direkte Sonne bleicht oder verbrennt die charakteristischen Blattmuster, während tiefes Schatten die Musterung verblassen lasst und das Wachstum erheblich verlangsamt. Gefiltertes Licht durch einen durchsichtigen Vorhang in der Nahe eines Sud- oder Westfensters ist ebenfalls geeignet.
Grundlich giessen, wenn die oberen 2 bis 3 cm des Substrats trocken sind, dann uberschussiges Wasser vollstandig ablaufen lassen. Die Wurzeln sind empfindlich gegenuber Trockenheit und Staunasse; nasses Substrat fordert Wurzelfaule, wahrend das vollstandige Austrocknen des Substrats zu Blattrollungen und braunen Blattrander fuhrt. Regenwasser, destilliertes Wasser oder Leitungswasser verwenden, das uber Nacht stehen gelassen wurde, da diese Art empfindlich gegenuber Fluorid und Chlor ist.
Ein frei dranierend und feuchtigkeitsspeicherndes Substrat ist ideal. Eine Mischung aus torffreiem Universalkompost, Perlit und einer kleinen Menge feiner Rindenstücke funktioniert gut und bietet Belüftung und speichert genugend Feuchte. Vermeiden Sie dichtes oder verdichtetes Substrat, das uber langere Zeit Wasser um die Wurzeln hält. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,0 ist angemessen.
Wahrend der Wachstumszeit etwa April bis August einmal monatlich mit ausgewogenem flussigem Dünger in halber empfohlener Starke dungen. Uberasching kann zu Salzansammlung im Substrat und Blattspitzenbrand führen, daher ist Zuruck haltung ratsam. Kein Dünger ist im Herbst und Winter erforderlich, wenn das Wachstum verlangsamt.
Diese Art erfordert hohe Luftfeuchte, idealerweise 60% oder daruber, was in zentral beheizten britischen Haushalten schwierig zu erreichen ist. Das Topfchen auf ein mit Wasser gefulltes Kieselsteinbrett stellen, Pflanzen zusammenstellen oder einen Luftbefeuchter verwenden sind die zuverlassigsten Methoden. Regelmasiges Besprühen kann helfen, ist aber nicht ausreichend. Die Temperaturen sollten zwischen 18 und 27 Grad C liegen; die Pflanze leidet unterhalb von 15 Grad C und muss weit weg von Zugluft, Heizkörpern und Luftauslässen bleiben.
Alle ein bis zwei Jahre im Frühling umtopfen, wenn Wurzeln aus den Drainagellocher austreten oder die Topfbasis umgeben. Jedes Mal um eine Topfgrosse erhöhen, da ein übermassig grosses Gefass zu viel Feuchte speichert und das Wurzelfauleproblem erhöht. Terrakotta- oder unglasierte Töpfe können Substratfeuchte bewaltigen, obwohl Kunststofftöpfe das Austrocknen verlangsamen und weniger sorgfaltigen Giesern passen.
Der Schnittbedarf ist minimal. Vergilbte, braune oder beschadigte Blatter an der Basis des Stengels mit einer sauberen Schere oder einem Messer entfernen, um die Pflanze ordnungsgemass zu halten und Energie auf gesundes Wachstum zu richten. Das Zuruckschneiden gesunder Blatter ist unnötig und fördert kein buschigeres Wachstum. Verwenden Sie immer saubere, scharfe Werkzeuge, um eine Infektionsausbreitung zu vermeiden.
Die zuverlassigste Methode. Beim Umtopfen im Frühling die Rhizome vorsichtig in Abschnitte trennen, jeweils mit mindestens zwei oder drei gesunden Stengeln und intaktem Wurzelsystem. Jede Teilung in frisches Substrat topfen und warm und feucht halten, bis etabliert.
Reife Pflanzen produzieren gelegentlich Ableger an der Basis. Diese können vorsichtig von der Mutterpflanze mit intakten Wurzeln getrennt und einzeln in ein geeignetes Substrat topfen.
Heimisch in south-eastern Brazil.
Der Gattungsname Goeppertia ehrt Heinrich Robert Goeppert (1800 bis 1884), einen deutschen Botaniker und Palaobotaniker, der bedeutende Beitrage zum Studium fossiler Pflanzen leistete. Das Artepitheton zebrina stammt vom lateinischen 'zebra' und bezieht sich auf das charakteristische gestreifte Blattmuster der Pflanze. Der frühere Gattungsname Calathea stammt vom Griechischen 'kalathos', was einen Weidenkorb bedeutet, was auf die traditionelle Verwendung von Blattern verwandter Arten in der Korbflechterei anspielt.
Goeppertia zebrina wurde zuerst formell von dem deutsch-britischen Botaniker Karl Koch und dem tschechischen Botaniker Benedict Veitch im neunzehnten Jahrhundert beschrieben. Sie stammt aus dem feuchten Küstenatlantischen Regenwald Sudostbrasiliens, einem Biodiversitatshotspot, das stark durch Entwaldung reduziert wurde. Die Pflanze wurde wahrend der viktorianischen Ara in die europaische Hortikulturnachrichten eingefuhrt, als exotische tropische Laubpflanzen bei wohlhabenden Menschen fur beheizte Wintergarten und Gewachshäuser modefähig wurden. Sie ist seitdem eine beliebte Zimmerpflanze in Europa und Nordamerika, obwohl ihre anspruchsvollen Luftfeuchteanforderungen bedeuten, dass sie weiterhin schwieriger erfolgreich zu züchten ist als viele Konkurrenten im Laubpflanzenmarkt.
Eine kompaktere Form mit dem gleichen charakteristischen gestreiften Muster, aber kleiner und besser fur kleinere Raume geeignet.