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Schefflera arboricola Gold Capella · Araliaceae
Schefflera arboricola 'Gold Capella' ist eine kompakte, panaschierte Sorte des Zwerg-Schirmbaums, geschatzt fur ihre handformigen Blatter mit leuchtend gelben und grunen Flecken. Sie ist auf Taiwan und Hainan heimisch, wo sie in subtropischen Waldern als Strauch oder kleiner Baum wachst. In Kultur wird sie in ganz Europa und Nordamerika als Zimmerpflanze angebaut und ist beliebt fur ihre Toleranz gegenuber Innenraumbedingungen und ihr dekoratives Laub.
Foto: Kolano123 / CC0 via Wikimedia Commons
Helles indirektes Licht ist ideal fur 'Gold Capella', um die charakteristische gelbe Panaschierung zu erhalten. Ein Platz in der Nahe eines Ost- oder Westfensters ist geeignet; etwas sanfte Morgensonne wird vertragen, aber intensive Nachmittagssonne kann die Blatter versengen. Bei schwacherem Licht werden die gelben Markierungen wieder gruner, daher sollte man bei Wert auf Panaschierung einen helleren Standort wahlen.
Grundlich giefen, wenn die oberen 2-3 cm des Substrats ausgetrocknet sind, dann uberschussiges Wasser vollstandig aus dem Topf ablaufen lassen. Uberbewasserung ist die haufigste Ursache fur Probleme und kann schnell zu Wurzelfaule fuhren; die Pflanze vertragt leichte Unterbewasserung besser als Staunasse. Die Bewasserungshaufigkeit im Herbst und Winter reduzieren, wenn das Wachstum nachlasst.
Ein wasserdurchlassiges Substrat ist unverzichtbar. Eine Mischung aus hochwertigem torffreiem Universalsubstrat mit etwa 20-30% Perlite oder groben Kieselsteinen funktioniert gut. Die Zugabe kleiner Mengen feiner Baumrindenstucke verbessert die Belüftung weiter. Schwere, feuchtigkeitsretentierende Substrate vermeiden, da diese das Risiko von Wurzelfaule erhohen.
Alle zwei bis vier Wochen von Fruhling bis Fruhherbst einen ausgewogenen Wasserflussdunger in der vom Hersteller empfohlenen Verdunnung ausbringen. Im Winter ist keine Dungung erforderlich. Ubermafsiges Dungen vermeiden, da es zu Salzansammlung im Substrat und Braunfarbung der Blattspitzen fuhren kann.
Schefflera arboricola 'Gold Capella' bevorzugt moderat bis hohe Luftfeuchte von etwa 50-70%. In zentral beheizten Hausern kann die Luftfeuchte im Winter erheblich sinken; das Besprühen des Laubes, das Zusammenstellen von Pflanzen oder das Abstellen des Topfes auf einem Tablett mit feuchten Kieselsteinen helfen. Die Pflanze gedeiht am besten zwischen 15 und 24 C und sollte nicht Temperaturen unter 12 C oder kalten Zugluft ausgesetzt werden, da dies zu Blattfall fuhren kann.
Im Frühling alle zwei bis drei Jahre umtopfen oder wenn Wurzeln aus den Drainagelochjern herauswachsen. Die Pflanze jeweils eine Topfgroe grofer umtopfen und frisches wasserdurchlassiges Substrat verwenden. Sehr groe Topfe vermeiden, da uberschüssiges Substrat Feuchte speichert und das Wurzelfaulrisiko erhoht. Ton- oder Terrakotta-Topfe konnen bei Uberbewasserungsbedenken helfen, die Bodenfeuchte zu regeln.
Schnitt ist nicht erforderlich, hilft aber, eine buschige, kompakte Form zu bewahren. Dunne Stengel konnen im Frühling knapp oberhalb eines Blattknotens zuruckgeschnitten werden, was Verzweigungen fordert. Tote, beschadigte oder vergilbte Stengel sofort entfernen. Beim Schneiden Handschuhe tragen, da der Saft bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen kann.
Im Frühling oder Sommer einen 10-15 cm langen Steckling mit mindestens zwei Knoten nehmen. Untere Blatter entfernen, das geschnittene Ende in Bewurzelungspulver tauchen und in einen Topf mit feuchter Perlite oder einer Mischung aus Perlite und Substrat stecken. An einem warmen, hellen Ort mit hoher Luftfeuchte, etwa unter einer durchsichtigen Plastiktutte, platzieren, bis sich nach vier bis acht Wochen Wurzeln entwickeln.
Einen gesunden Stengel wahlen und knapp unter einem Knoten einen flachen Schnitt nach oben etwa ein Drittel durch den Stengel machen. Die Wunde mit feuchtem Sphagnum-Moos ausfüllen und mit durchsichtigem Polyethylenfilm straff einwickeln und an beiden Enden versiegeln. Nachdem sich nach mehreren Wochen deutliche Wurzeln durchs Moos abzeichnen, den Stengel unterhalb des Moosballens abschneiden und die neue Pflanze in Substrat topfen.
Heimisch in Taiwan, Hainan Island (southern China).
Der Gattungsname Schefflera ehrt den Arzt und Botaniker des 18. Jahrhunderts Johann Peter Ernst von Scheffler, der in Danzig (heute Gdansk, Polen) tatig war. Das Artenepitheton arboricola leitet sich vom lateinischen 'arbor' (Baum) und 'cola' (Bewohner) ab und spiegelt die Gewohnheit der Pflanze wider, auf oder neben Baumen in ihrer ursprunglichen Heimat zu wachsen. Der Sortennamefeld 'Gold Capella' bezieht sich auf die goldgelbe Panaschierung, die diese Form von der einfarbigen grunalen Art unterscheidet.
Schefflera arboricola wurde erstmals 1900 vom osterreichischen Botaniker Heinrich Gustav Adolf Engler formal beschrieben, basierend auf Exemplaren aus Taiwan und Sudchina. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie zunehmend als Zimmerpflanze in Europa und Nordamerika beliebter, ausgewahlt fur ihre Toleranz gegenuber Innenraumumgebungen und ihr attraktives Laub. Panaschierte Sorten wie 'Gold Capella' wurden in den spateren Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entwickelt und in den Hortikulturhandel eingefuhrt, und die Pflanze ist seitdem ein Standart im Zimmerpflanzenmarkt. In Teilen Asiens ist die Schefflera auch mit Gluck verbunden und wird manchmal in der Feng-Shui-Praxis verwendet, obwohl sich diese Symbolik eher auf die Gattung insgesamt als auf spezifische Sorten bezieht.
Zeigt Creme- und Grunpanaschierung statt der lebhaften gelben Markierungen von 'Gold Capella'.
Eine beliebte panaschierte Form mit cremefarbenen Flecken auf dunkelgrunen Blattern, im Vereinigten Konigreich weit verbreitet.
Eine nicht panaschierte, dichte und buschige Sorte mit kleineren, dicht beieinander stehenden Blattern.
Zeigt intensive Wei und gelbe Panaschierung über vielen Blattchen, was eine helle, fast blasse Erscheinung erzeugt.