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Zwerg-Schirmbaumchen (Schefflera arboricola Gold Capella)

Zwerg-Schirmbaumchen

Schefflera arboricola Gold Capella · Araliaceae

Einfach Giftig für Haustiere Verträgt wenig Licht

Schefflera arboricola 'Gold Capella' ist eine kompakte, panaschierte Sorte des Zwerg-Schirmbaums, geschatzt fur ihre handformigen Blatter mit leuchtend gelben und grunen Flecken. Sie ist auf Taiwan und Hainan heimisch, wo sie in subtropischen Waldern als Strauch oder kleiner Baum wachst. In Kultur wird sie in ganz Europa und Nordamerika als Zimmerpflanze angebaut und ist beliebt fur ihre Toleranz gegenuber Innenraumbedingungen und ihr dekoratives Laub.

☀ Licht
Helles indirektes Licht; vertragt schwacheres Licht, aber die Panaschierung verblasst
💧 Wasser
Die oberen 2-3 cm des Substrats zwischen den Wassergaben austrocknen lassen
🌡 Temperatur
15-24 C
💦 Luftfeuchte
Moderat bis hoch; 50-70% bevorzugt
🌿 Erde
Wasserdurchlassiges, torffreies Universalsubstrat mit Perlite
🍽 Düngung
Ausgeglichener Flussigdunger alle 2-4 Wochen wahrend der Wachstumsperiode

Foto: Kolano123 / CC0 via Wikimedia Commons

So pflegst du Zwerg-Schirmbaumchen

Licht

Helles indirektes Licht ist ideal fur 'Gold Capella', um die charakteristische gelbe Panaschierung zu erhalten. Ein Platz in der Nahe eines Ost- oder Westfensters ist geeignet; etwas sanfte Morgensonne wird vertragen, aber intensive Nachmittagssonne kann die Blatter versengen. Bei schwacherem Licht werden die gelben Markierungen wieder gruner, daher sollte man bei Wert auf Panaschierung einen helleren Standort wahlen.

Bewässerung

Grundlich giefen, wenn die oberen 2-3 cm des Substrats ausgetrocknet sind, dann uberschussiges Wasser vollstandig aus dem Topf ablaufen lassen. Uberbewasserung ist die haufigste Ursache fur Probleme und kann schnell zu Wurzelfaule fuhren; die Pflanze vertragt leichte Unterbewasserung besser als Staunasse. Die Bewasserungshaufigkeit im Herbst und Winter reduzieren, wenn das Wachstum nachlasst.

Erde und Topf

Ein wasserdurchlassiges Substrat ist unverzichtbar. Eine Mischung aus hochwertigem torffreiem Universalsubstrat mit etwa 20-30% Perlite oder groben Kieselsteinen funktioniert gut. Die Zugabe kleiner Mengen feiner Baumrindenstucke verbessert die Belüftung weiter. Schwere, feuchtigkeitsretentierende Substrate vermeiden, da diese das Risiko von Wurzelfaule erhohen.

Düngung

Alle zwei bis vier Wochen von Fruhling bis Fruhherbst einen ausgewogenen Wasserflussdunger in der vom Hersteller empfohlenen Verdunnung ausbringen. Im Winter ist keine Dungung erforderlich. Ubermafsiges Dungen vermeiden, da es zu Salzansammlung im Substrat und Braunfarbung der Blattspitzen fuhren kann.

Luftfeuchte und Temperatur

Schefflera arboricola 'Gold Capella' bevorzugt moderat bis hohe Luftfeuchte von etwa 50-70%. In zentral beheizten Hausern kann die Luftfeuchte im Winter erheblich sinken; das Besprühen des Laubes, das Zusammenstellen von Pflanzen oder das Abstellen des Topfes auf einem Tablett mit feuchten Kieselsteinen helfen. Die Pflanze gedeiht am besten zwischen 15 und 24 C und sollte nicht Temperaturen unter 12 C oder kalten Zugluft ausgesetzt werden, da dies zu Blattfall fuhren kann.

Umtopfen

Im Frühling alle zwei bis drei Jahre umtopfen oder wenn Wurzeln aus den Drainagelochjern herauswachsen. Die Pflanze jeweils eine Topfgroe grofer umtopfen und frisches wasserdurchlassiges Substrat verwenden. Sehr groe Topfe vermeiden, da uberschüssiges Substrat Feuchte speichert und das Wurzelfaulrisiko erhoht. Ton- oder Terrakotta-Topfe konnen bei Uberbewasserungsbedenken helfen, die Bodenfeuchte zu regeln.

Schnitt

Schnitt ist nicht erforderlich, hilft aber, eine buschige, kompakte Form zu bewahren. Dunne Stengel konnen im Frühling knapp oberhalb eines Blattknotens zuruckgeschnitten werden, was Verzweigungen fordert. Tote, beschadigte oder vergilbte Stengel sofort entfernen. Beim Schneiden Handschuhe tragen, da der Saft bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen kann.

Ist Zwerg-Schirmbaumchen giftig?

Haustiere: Giftig. Schefflera arboricola wird von der ASPCA als giftig fur Hunde und Katzen aufgefuhrt. Die Aufnahme kann Erbrechen, Speichelfluss, Koordinationsverlust und Lethargie verursachen. Die Pflanze enthalt Kalziumoxalat-Kristalle und andere Stoffe, die Maul und Magen-Darm-Trakt reizen.
Menschen: Der Saft kann bei Kontakt Haut- und Augennreizung verursachen. Das Verschlucken kann Mund- und Magenreizung verursachen; gilt nicht als stark giftig fur Erwachsene, sollte aber von kleinen Kindern ferngehalten werden.

Häufige Probleme

Vergilbte Blatter, besonders untere
Wahrscheinliche Ursache: Uberbewasserung oder stauendes Substrat, das zu Wurzelfaule fuhrt  Lösung: Die Wurzeln uberprufen; verfaulte Teile entfernen, das Substrat austrocknen lassen und in frisches wasserdurchlassiges Substrat umtopfen. Die Bewasserungsroutine anpassen.
Blattfall, oft plotzlich und weit verbreitet
Wahrscheinliche Ursache: Kalte Zugluft, plotzliche Temperaturanderungen, Uberbewasserung oder Unterbewasserung  Lösung: Die Pflanze weg von Zugluft und kalten Fensterbanken stellen; die Bewasserungsroutine konstant und der Jahreszeit angemessen gestalten.
Blasses, verwaschen wirkendes Laub und Verlust der gelben Panaschierung
Wahrscheinliche Ursache: Unzureichendes Licht  Lösung: Die Pflanze an einen helleren Standort mit gutem indirektem Licht stellen.
Klebrige Ruckstande auf Blattern und Stengeln, kleine Insekten sichtbar
Wahrscheinliche Ursache: Schildlause oder Wollause  Lösung: Schadlinge manuell mit einem in Isopropylalkohol getauchten Wattestabchen entfernen; mit Neemol oder insektizider Seifenspray behandeln und alle sieben bis zehn Tage wiederholen, bis keine mehr sichtbar sind.
Feines Netzwerk auf Blattunterseiten, Blatter wirken gekupfert oder stippelartig
Wahrscheinliche Ursache: Rote Spinnmilbe, bevorzugt heife, trockene Bedingungen  Lösung: Die Luftfeuchte um die Pflanze erhohen, regelmafsig besprühen und mit entsprechendem Akarizid oder Neemol-Spray behandeln.
Braune, spröde Blattspitzen oder -rander
Wahrscheinliche Ursache: Niedrige Luftfeuchte, Uberdungung oder Fluoridempfindlichkeit  Lösung: Die Umgebungsluftfeuchte erhohen, das Substrat mit Wasser durchspülen, um Dungersalze zu entfernen, und Regenwasser oder gefiltertes Wasser verwenden, wenn Leitungswasser stark fluoridiert ist.

Wie man vermehrt

Stecklinge

Im Frühling oder Sommer einen 10-15 cm langen Steckling mit mindestens zwei Knoten nehmen. Untere Blatter entfernen, das geschnittene Ende in Bewurzelungspulver tauchen und in einen Topf mit feuchter Perlite oder einer Mischung aus Perlite und Substrat stecken. An einem warmen, hellen Ort mit hoher Luftfeuchte, etwa unter einer durchsichtigen Plastiktutte, platzieren, bis sich nach vier bis acht Wochen Wurzeln entwickeln.

Luftabmoosungen

Einen gesunden Stengel wahlen und knapp unter einem Knoten einen flachen Schnitt nach oben etwa ein Drittel durch den Stengel machen. Die Wunde mit feuchtem Sphagnum-Moos ausfüllen und mit durchsichtigem Polyethylenfilm straff einwickeln und an beiden Enden versiegeln. Nachdem sich nach mehreren Wochen deutliche Wurzeln durchs Moos abzeichnen, den Stengel unterhalb des Moosballens abschneiden und die neue Pflanze in Substrat topfen.

Woher Zwerg-Schirmbaumchen kommt

Heimisch in Taiwan, Hainan Island (southern China).

Geschichte und Herkunft

Der Gattungsname Schefflera ehrt den Arzt und Botaniker des 18. Jahrhunderts Johann Peter Ernst von Scheffler, der in Danzig (heute Gdansk, Polen) tatig war. Das Artenepitheton arboricola leitet sich vom lateinischen 'arbor' (Baum) und 'cola' (Bewohner) ab und spiegelt die Gewohnheit der Pflanze wider, auf oder neben Baumen in ihrer ursprunglichen Heimat zu wachsen. Der Sortennamefeld 'Gold Capella' bezieht sich auf die goldgelbe Panaschierung, die diese Form von der einfarbigen grunalen Art unterscheidet.

Schefflera arboricola wurde erstmals 1900 vom osterreichischen Botaniker Heinrich Gustav Adolf Engler formal beschrieben, basierend auf Exemplaren aus Taiwan und Sudchina. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie zunehmend als Zimmerpflanze in Europa und Nordamerika beliebter, ausgewahlt fur ihre Toleranz gegenuber Innenraumumgebungen und ihr attraktives Laub. Panaschierte Sorten wie 'Gold Capella' wurden in den spateren Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entwickelt und in den Hortikulturhandel eingefuhrt, und die Pflanze ist seitdem ein Standart im Zimmerpflanzenmarkt. In Teilen Asiens ist die Schefflera auch mit Gluck verbunden und wird manchmal in der Feng-Shui-Praxis verwendet, obwohl sich diese Symbolik eher auf die Gattung insgesamt als auf spezifische Sorten bezieht.

Sorten zum Kennen

Schefflera arboricola 'Variegata'

Zeigt Creme- und Grunpanaschierung statt der lebhaften gelben Markierungen von 'Gold Capella'.

Schefflera arboricola 'Trinette'

Eine beliebte panaschierte Form mit cremefarbenen Flecken auf dunkelgrunen Blattern, im Vereinigten Konigreich weit verbreitet.

Schefflera arboricola 'Compacta'

Eine nicht panaschierte, dichte und buschige Sorte mit kleineren, dicht beieinander stehenden Blattern.

Schefflera arboricola 'Janine'

Zeigt intensive Wei und gelbe Panaschierung über vielen Blattchen, was eine helle, fast blasse Erscheinung erzeugt.

Interessante Fakten

Zwerg-Schirmbaumchen häufig gestellte Fragen

Warum verliert mein Zwerg-Schirmbaum seine Blatter?
Blattfall wird meist durch Uberbewasserung, kalte Zugluft oder eine plotzliche Veranderung der Umgebung, wie das Verschieben der Pflanze, verursacht. Uberprufen Sie, dass das Substrat nicht staunass ist, stellen Sie sicher, dass sich die Pflanze nicht in der Nahe eines kalten Fensters oder einer zugigen Tur befindet, und versuchen Sie, die Bedingungen konstant zu halten.
Warum verblasst die gelbe Panaschierung auf meinem 'Gold Capella'?
Verblassende Panaschierung wird fast immer durch unzureichendes Licht verursacht. Stellen Sie die Pflanze an einen helleren Standort mit gutem indirektem Licht. Vermeiden Sie tiefe Schattenplatze, da die gelbe Farbung ausreichend Licht braucht, um sich zu entwickeln und zu erhalten.
Ist Schefflera arboricola sicher, um es in der Nahe von Katzen und Hunden zu halten?
Nein. Die Pflanze wird von der ASPCA als giftig fur Katzen und Hunde aufgefuhrt. Die Aufnahme kann Erbrechen, Speichelfluss und Lethargie verursachen. Stellen Sie die Pflanze an einen Ort, an dem Haustiere nicht zugreifen konnen, oder erwagen Sie eine alternative giftige Zimmerpflanze, wenn Sie neugierige Haustiere haben.
Wie oft sollte ich meinen Zwerg-Schirmbaum giefen?
Es gibt keinen festen Zeitplan; überprüfen Sie stattdessen das Substrat, indem Sie Ihren Finger etwa 2-3 cm in die Erde drucken. Grundlich giefen, wenn sich diese Tiefe trocken anfühlt, dann lassen Sie uberschussiges Wasser vollstandig ablaufen. Im Winter wird die Bewasserungshaufigkeit deutlich sinken.
Kann ich meinen Schefflera im Sommer nach aufen stellen?
Ja, im Vereinigten Konigreich kann sie an einen geschutzten, teilweise schattigten Ort gestellt werden, sobald die Nachttemperaturen zuverlassig uber 12-13 C bleiben, typischerweise ab Ende Mai oder Juni. Vermeiden Sie direkte Nachmittagssonne, die die panaschierten Blatter versengen kann, und bringen Sie sie vor den fallenden Temperaturen im fruhen Herbst herein.
Wie mache ich meinen Zwerg-Schirmbaum buschiger?
Schneiden Sie dunne Stengel im Fruhling knapp oberhalb eines Blattknotens zuruck. Dies fordert die Pflanze, neue Seitentriebe zu produzieren, und fuhrt zu einer dichteren, kompakteren Form. Ausreichend Licht stellt auch sicher, da schwaches Licht zu etioliertem, sparlichem Wachstum fuhrt.
Was ist der Unterschied zwischen Schefflera arboricola und Schefflera actinophylla?
Schefflera actinophylla, haufig Queensland-Schirmbaum oder Oktopus-Baum genannt, ist eine viel grofiere Art, die in Australien und Papua-Neuguinea heimisch ist, mit grofieren Blattern und Blattchen. Schefflera arboricola aus Taiwan ist kleiner und kompakter, was sie besser fur die Zucht in Innenraumen eignet. Die beiden sind verwandte, aber unterschiedliche Arten und sind nicht immer in der Kultur austauschbar.