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Monstera (Monstera deliciosa)

Monstera

Monstera deliciosa · Araceae

Einfach Giftig für Haustiere

Monstera deliciosa ist ein großer, immergrüner tropischer Kletterer, der ursprünglich aus den Regenwäldern Südmexikos und Mittelamerikas stammt. Er wird wegen seiner auffälligen, tief gefensterten Blätter, die im Laufe der Zeit charakteristische Löcher und Einschnitte entwickeln, als Zimmerpflanze kultiviert. In seinem natürlichen Lebensraum nutzt er Luftwurzeln, um an Waldbäumen emporzuklettern, und kann sowohl in der Wildnis als auch im Haus beachtliche Größen erreichen.

☀ Licht
Helles indirektes Licht; verträgt mäßigen Schatten
💧 Wasser
Obere 3-5 cm des Substrats zwischen den Wassergaben antrocknen lassen
🌡 Temperatur
18-27 °C
💦 Luftfeuchte
Mittel bis hoch; 50-70 % bevorzugt
🌿 Erde
Gut durchlässiges, torffreies Allzwecksubstrat mit Perlite-Zusatz
🍽 Düngung
Ausgewogener Flüssigdünger alle 2-4 Wochen im Frühjahr und Sommer

Foto: Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

So pflegst du Monstera

Licht

Monstera deliciosa gedeiht am besten bei hellem, indirektem Licht. Ein ost- oder westausgerichtetes Fensterbrett ist ideal; ein südausgerichteter Standort ist akzeptabel, sofern die Pflanze etwas vom Fenster zurückgesetzt oder vor der direkten Sommersonne abgeschirmt wird, da diese die Blätter verbrennen kann. Die Pflanze verträgt niedrigere Lichtverhältnisse, wächst dann jedoch deutlich langsamer, und die charakteristischen Blattfensterungen sind weniger ausgeprägt, da die Einschnitte teilweise eine Reaktion auf helles, gefiltertes Licht sind, wie es auf dem Waldboden herrscht.

Bewässerung

Von Frühjahr bis Herbst mäßig gießen und dabei die oberen 3-5 cm des Substrats zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Im Winter, wenn das Wachstum nachlässt, seltener gießen. Stets Wasser mit Zimmertemperatur verwenden und darauf achten, dass der Topf gut abläuft; Monstera ist sehr anfällig für Wurzelfäule, wenn sie in durchnässtem Substrat steht. Bei warmem Wetter muss die Pflanze möglicherweise ein- bis zweimal pro Woche gegossen werden; im Winter reicht oft ein Wassergabe alle zwei bis drei Wochen.

Erde und Topf

Ein gut durchlässiges, luftiges Substrat ist unerlässlich. Eine gute Mischung besteht aus torffreiem Allzwecksubstrat, dem etwa 20-30 % Perlite oder grobkörniger Kies zur Verbesserung der Drainage beigemengt werden. Die Zugabe von etwas Orchideenrinde hilft dabei, das lockere, organische Substrat nachzuahmen, das die Pflanze in der Wildnis rund um Baumwurzeln vorfindet. Schwere, dichte Substrate, die Feuchtigkeit über längere Zeit speichern, sollten vermieden werden.

Düngung

Während der aktiven Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer alle zwei bis vier Wochen mit einem ausgewogenen, wasserlöslichen Dünger (z. B. einer 20-20-20-Formulierung) in halber Konzentration düngen. Von Oktober bis Februar, wenn das Wachstum von Natur aus nachlässt, nicht düngen. Eine übermäßige Düngung kann zu Salzansammlungen im Substrat und zu Blattspitzenverbrennung führen, daher ist Zurückhaltung ratsam.

Luftfeuchte und Temperatur

Monstera deliciosa bevorzugt Temperaturen zwischen 18 und 27 °C und sollte nicht Temperaturen unter 10 °C ausgesetzt werden. Sie verträgt durchschnittliche Haushaltslufttfeuchtigkeit, gedeiht jedoch am besten bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50-70 %. Das Gruppieren mit anderen Pflanzen, das Aufstellen eines Tabletts mit feuchten Kieseln unter dem Topf oder der Einsatz eines Luftbefeuchters in der Nähe helfen in trockeneren Innenräumen. Die Pflanze sollte ferngehalten werden von kalten Zugluft, Heizkörpern und Klimaanlagenöffnungen.

Umtopfen

Alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr umtopfen und dabei jeweils eine Topfgröße größer wählen (in der Regel 2-4 cm mehr Durchmesser). Anzeichen dafür, dass Umtopfen nötig ist, sind Wurzeln, die aus den Abzugslöchern wachsen, schnelles Austrocknen des Substrats nach dem Gießen oder verlangsamtes Wachstum trotz guter Pflege. Beim Umtopfen die Wurzeln prüfen und alle braunen, weichen Wurzeln entfernen. Größere, ausgewachsene Exemplare können statt des Umtopfens jährlich mit frischem Substrat aufgedüngt werden, um Störungen zu vermeiden.

Schnitt

Der Rückschnitt erfolgt in der Regel im Frühjahr oder Frühsommer. Abgestorbene, beschädigte oder vergilbende Blätter am Stielansatz entfernen. Übermäßig lang gewachsene Triebe können bis zu einem Knoten zurückgeschnitten werden, um einen buschigeren Wuchs zu fördern, obwohl Monstera von Natur aus aufrecht wächst und eher von einem Moosstab oder einer Stütze profitiert als von einem starken Rückschnitt. Luftwurzeln können ins Substrat gedrückt oder behutsam auf eine Stütze geleitet werden; sie sollten nicht entfernt werden, da sie bei der Wasser- und Nährstoffaufnahme helfen.

Ist Monstera giftig?

Haustiere: Giftig. Alle Teile von Monstera deliciosa enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Diese sind für Katzen und Hunde giftig (gemäß den Einstufungen der ASPCA) und können bei Einnahme Mundreizungen, übermäßiges Speicheln, Erbrechen und Schluckbeschwerden verursachen. Die Pflanze sollte außer Reichweite von Haustieren aufgestellt werden.
Menschen: Die unreife Frucht und rohes Pflanzenmaterial enthalten Calciumoxalat-Kristalle und können beim Verzehr Mund- und Halsreizungen verursachen. Die vollständig reife Frucht ist essbar und soll angenehm schmecken, aber die Ernte im Haus ist äußerst selten. Nach dem Umgang mit der Pflanze die Hände waschen, insbesondere bei Kontakt mit dem Pflanzensaft, da dieser bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen kann.

Häufige Probleme

Gelbe Blätter (großflächig)
Wahrscheinliche Ursache: Zu viel Wasser oder durchnässtes Substrat, das zu Wurzelfäule führt  Lösung: Das Substrat zwischen den Wassergaben stärker antrocknen lassen; die Wurzeln auf Fäule prüfen und die Pflanze bei Bedarf in frisches, gut durchlässiges Substrat umtopfen, wobei befallene Wurzeln abgeschnitten werden.
Braune Blattspitzen oder -ränder
Wahrscheinliche Ursache: Zu niedrige Luftfeuchtigkeit, Fluorid- oder Salzansammlungen im Substrat oder zu wenig Wasser  Lösung: Die Luftfeuchtigkeit rund um die Pflanze erhöhen, das Substrat mit klarem Wasser durchspülen, um Salzansammlungen zu entfernen, und die Bewässerungsroutine anpassen, damit der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet.
Kleine oder ungeteilt Neublätter
Wahrscheinliche Ursache: Zu wenig Licht oder Nährstoffmangel  Lösung: Die Pflanze an einen helleren Standort mit mehr indirektem Licht stellen und während der Wachstumsperiode regelmäßig düngen.
Blätter mit klebrigen Rückständen oder feinen Gespinsten bedeckt
Wahrscheinliche Ursache: Befall durch Schildläuse, Wollläuse oder Spinnmilben  Lösung: Blätter mit einem feuchten Tuch abwischen, um Schädlinge zu entfernen, und dann mit einer geeigneten Insektizidseife oder Neemöllösung behandeln; alle 7-10 Tage wiederholen, bis der Befall abgeklungen ist.
Schwarze oder braune, weiche Stängelbasis
Wahrscheinliche Ursache: Wurzel- oder Stängelfäule durch zu viel Wasser und schlechte Drainage  Lösung: Die Pflanze aus dem Topf nehmen, alles befallene Gewebe bis ins gesunde Wachstum zurückschneiden, die Schnittstelle antrocknen lassen und in frisches, gut durchlässiges Substrat in einem sauberen Topf umtopfen.
Gestrecktes Wachstum mit großen Abständen zwischen den Blättern
Wahrscheinliche Ursache: Zu wenig Licht, das zu Etiolierung führt  Lösung: Die Pflanze an einen helleren Standort mit mehr indirektem Licht stellen; eine stabile Stütze wie einen Moosstab bereitstellen, um kompakteres, aufrechtes Wachstum zu fördern.

Wie man vermehrt

Stecklinge (Knotenstecklinge)

Einen Steckling von 10-15 cm abnehmen, der mindestens einen Knoten und eine Luftwurzel enthält. Das Schnittende eine Stunde antrocknen lassen, dann in Wasser oder feuchte Perlite stellen, bis sich Wurzeln gebildet haben, was in der Regel vier bis acht Wochen dauert, bevor er ins Substrat getopft wird.

Abmoosen

Einen gesunden Stängel mit einem Knoten und einer Luftwurzel auswählen, feuchtes Sphagnummoos um den Knoten wickeln und mit Frischhaltefolie sichern. Sobald nach mehreren Wochen Wurzeln durch das Moos deutlich sichtbar sind, unterhalb des bewurzelten Abschnitts abschneiden und einpflanzen.

Aussaat

Frische Samen können an der Oberfläche von feuchtem Substrat bei etwa 25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesät werden; die Keimung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen, aber die entstehenden Sämlinge entwickeln sich langsam, weshalb diese Methode im heimischen Anbau kaum verwendet wird.

Woher Monstera kommt

Heimisch in Guatemala, Mexico Gulf, Mexico Southeast, Mexico Southwest. Inzwischen in 13 weiteren Regionen weltweit verbreitet oder kultiviert.

Geschichte und Herkunft

Der Gattungsname Monstera leitet sich allgemein vom lateinischen Wort 'monstrum' ab, das Monster oder Missbildung bedeutet, was wahrscheinlich auf die ungewöhnlich großen, perforierten Blätter der Pflanze anspielt, die europäischen Botanikern bei ihrer ersten Begegnung bemerkenswert erschienen sein müssen. Das Artepitheton deliciosa stammt aus dem Lateinischen für 'köstlich' und bezieht sich auf die essbare Frucht, die die Pflanze in ihrem natürlichen Lebensraum und in geeigneten Außenklimaten trägt.

Monstera deliciosa wurde vom belgischen Botaniker Charles Lemaire im Jahr 1763 offiziell beschrieben, obwohl sie den indigenen Völkern Mittelamerikas schon lange vor dem europäischen Kontakt bekannt war. Sie wurde Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in die europäische Kultivierung eingeführt und wurde unter der viktorianischen Oberschicht zu einer beliebten Gewächshauspflanze. Ihre Beliebtheit als Zimmerzierpflanze stieg weltweit in der modernistischen Phase der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts stark an, als ihre kühne, architektonische Form die klaren Linien des zeitgenössischen Innendesigns ergänzte. Die Pflanze erlebte ab den 2010er Jahren ein weiteres bedeutendes Comeback und wurde zu einer der kommerziell meistproduzierten und bekanntesten Zimmerpflanzen der Welt sowie zu einem wiederkehrenden Motiv in Grafikdesign und Wohndekor.

Sorten zum Kennen

Monstera deliciosa 'Albo Variegata'

Zeigt unregelmäßige weiße oder cremefarbene Musterung auf den Blättern. Wächst langsamer und ist anspruchsvoller als die Grundart; bei Sammlern sehr begehrt.

Monstera deliciosa 'Thai Constellation'

Eine durch Gewebekultur gewonnene Sorte mit stabiler, cremig-gelb getupfter Musterung. Die Zeichnung ist in der Regel beständiger als bei 'Albo Variegata'.

Monstera deliciosa var. borsigiana

Eine kleinere, schneller wachsende Variante, die häufig schlicht als Monstera deliciosa verkauft wird. Sie bildet etwas kleinere Blätter und besitzt nicht das charakteristische Geniculum (die Kniestelle) am Blattstiel der eigentlichen Hauptart.

Monstera deliciosa 'Aurea' (Syn. 'Marmorata')

Weist eine gelb-goldene Musterung anstelle von Weiß auf; in der Kultivierung selten und gilt als äußerst sammelwürdig.

Interessante Fakten

Monstera häufig gestellte Fragen

Warum teilen sich die Blätter meiner Monstera nicht auf oder entwickeln keine Löcher?
Fensterungen entwickeln sich in der Regel erst an reifen Blättern, wenn die Pflanze mehrere Jahre alt ist und in ausreichendem Licht wächst. Junge Pflanzen bilden grundsätzlich ungeteilt, ganzrandige Blätter. Wenn eine ältere Pflanze ungeteilte Blätter produziert, liegt die wahrscheinlichste Ursache in zu wenig Licht; das Umstellen an einen helleren Standort mit mehr indirektem Licht sollte im Laufe der Zeit eine charakteristischere Blattentwicklung fördern.
Wie oft sollte ich meine Monstera gießen?
Es gibt keinen festen Zeitplan, da die Häufigkeit von Topfgröße, Jahreszeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängt. Als Faustregel gilt: gießen, wenn sich die oberen 3-5 cm des Substrats trocken anfühlen. Im Sommer kann das alle fünf bis sieben Tage der Fall sein; im Winter reichen oft alle zwei bis drei Wochen. Das Substrat immer vor dem Gießen prüfen, statt einem starren Zeitplan zu folgen.
Sollte ich meine Monstera besprühen?
Das Besprühen bewirkt nur eine kurze, oberflächliche Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und gilt bei tropischen Pflanzen allgemein als wenig wirksam. Es kann zudem Pilzprobleme fördern, wenn Wasser auf den Blättern stehen bleibt. Ein zuverlässigerer Ansatz ist die Verwendung eines mit Wasser gefüllten Kieseltabletts unter dem Topf, das Gruppieren mit anderen Pflanzen oder der Einsatz eines Raumbefeuchters, um die Umgebungsluftfeuchtigkeit dauerhaft über 50 % zu halten.
Was soll ich mit den Luftwurzeln machen?
Luftwurzeln sind ein natürliches Merkmal der Pflanze und helfen beim Klettern und bei der Feuchtigkeitsaufnahme. Am besten werden sie an einen Moosstab oder eine andere Stütze geleitet, was die Pflanze zum Klettern anregt und größere, stärker gefensterte Blätter begünstigen kann. Sie können auch ins Substrat gelenkt werden, um die Nährstoff- und Wasseraufnahme zu unterstützen. Sie sollten nicht abgeschnitten werden, außer sie sind abgestorben oder bereiten praktische Probleme.
Ist Monstera sicher für Katzen und Hunde?
Nein. Alle Teile der Pflanze enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die von der ASPCA als giftig für Katzen und Hunde eingestuft werden. Die Einnahme kann Mundreizungen, Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden verursachen. Die Pflanze sollte an einem für Haustiere unzugänglichen Ort aufgestellt werden.
Warum hat meine Monstera morgens Wassertropfen auf den Blättern?
Dabei handelt es sich um Guttation, einen normalen physiologischen Vorgang, bei dem die Pflanze überschüssiges Wasser über spezialisierte Poren, sogenannte Hydathoden, an den Blatträndern und -spitzen ausscheidet. Sie tritt am häufigsten auf, wenn das Substrat feucht ist und die Temperaturen über Nacht kühler werden. Sie ist kein Zeichen für Überwässerung, obwohl es sich lohnt, die Gießgewohnheiten zu überdenken, wenn sie sehr häufig auftritt und das Substrat dauerhaft nass bleibt.
Wie bringe ich meine Monstera dazu, größere Blätter zu bilden?
Die entscheidenden Faktoren sind helles indirektes Licht, ein Moosstab oder eine Kletterstütze, regelmäßiges Gießen und eine regelmäßige Düngung während der Wachstumsperiode. Pflanzen, denen man ermöglicht, senkrecht zu klettern, anstatt zu hängen, bilden in der Regel größere, stärker gefensterte Blätter. Auch das Umtopfen bei Wurzelenge und das Aufrechterhalten einer guten Luftfeuchtigkeit tragen zu kräftigem, großblättrigem Wachstum bei.